Umkämpfter Bildungsmarkt

Press/Media: Research

Period19 Mar 2013

Media coverage

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Media coverage

  • TitleUmkämpfter Bildungsmarkt
    Degree of recognitionInternational
    Media name/outletNZZ - Switzerland's most regarded newspaper
    Media typePrint
    CountrySwitzerland
    Date19/03/13
    DescriptionDer Rückgang der Exporteinnahmen im Bildungssektor seit 2010 hat die Behörden und die Universitäten, die von den höheren Studiengebühren internationaler Studenten profitieren, alarmiert. Erleichtert reagierte der Dachverband der australischen Universitäten denn auch, als jüngst eine Abwertung des australischen Dollars einsetzte. Dies umso mehr, als sich der Wettbewerb im internationalen Bildungsmarkt weiter verschärft. Konkurrenz erwächst den traditionellen Anbietern dabei je länger, je mehr auch von asiatischen Staaten, wie der Ökonom Chris Baumann, Dozent an der Universität Macquarie in Sydney, betont. Er weist darauf hin, dass Länder wie China, Korea und Singapur inzwischen eigene Universitäten haben, die zu den besten der Welt gehören. Und da ostasiatische Regierungen stark auf die Bildung fokussierten, sei mit einer noch besseren Positionierung in Zukunft zu rechnen. Aufpassen müsse Australien zugleich, dass es seine Marke nicht verwässere, indem es etwa den Standard senke, um kurzfristig mehr, aber schlechtere Studenten anzuziehen.

    Nicht nur Baumann reagierte angesichts der Herausforderungen des Sektors mit Unverständnis, als die Regierung im Frühjahr angekündigt hatte, bei den Universitäten zu sparen, um zusätzliche Investitionen in die Volksschule mitzufinanzieren. Hingegen hat Australien im März die Visabestimmungen wieder etwas gelockert. Demnach sollen internationale Studenten, die in Australien graduiert haben, danach auch leichter zu einem Arbeitsvisum kommen. Die Aussicht auf eine wenigstens temporäre Arbeitsbewilligung soll dabei als Anreiz für ein Studium in Australien dienen – und, so hofft die Regierung, den anhaltenden Abwärtstrend vor allem bei den indischen Studierenden brechen.
    Producer/AuthorHeidi Gmür, Sydney
    URLhttps://www.nzz.ch/umkaempfter-bildungsmarkt-1.18119216
    PersonsChristoph Baumann